Nachlese: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ist ein Klassiker — und an diesem Abend haben wir gespürt, warum.
Kundera erzählt in einem ganz eigenen Stil: Er nähert sich seinen Figuren aus mehreren Perspektiven, und so wird spürbar, wie unterschiedlich Tomas, Tereza und Sabina dieselben Dinge wahrnehmen — und wie anders sich die Welt aus männlicher und aus weiblicher Sicht erzählt. Genau dieses Vielstimmige hat unser Gespräch getragen.

Im Zentrum stand seine große Frage: Wiegt ein Leben schwer, oder ist es leicht, wenn sich alles nur ein einziges Mal ereignet? Über diese Schwere und Leichtigkeit haben wir am längsten nachgedacht — jede Antwort zog die nächste Frage nach sich.
Mich hat das Buch über den Abend hinaus nicht losgelassen — danach habe ich noch weitere Romane von Kundera gelesen.
